Marlon entdeckte schon früh seine Leidenschaft für Musik. Bereits im Alter von sieben Jahren begann er mit Schlagzeug und Flügelhorn, bevor er sich ab seinem zehnten Lebensjahr dem Klavier widmete. Er studierte Harmonielehre und entwickelte ein feines Gespür für musikalische Strukturen und Ausdruck. Seit 1982 stand Marlon in Verbindung mit Udo Jürgens, von dem er entscheidende Impulse erhielt – insbesondere für Harmonien, die Bedeutung von Texten und die inhaltliche Tiefe von Musik. In seiner Jugend gewann er mehrere Wettbewerbe, veröffentlichte jedoch lange Zeit keine eigenen Werke. Erst jetzt beginnt – gemeinsam mit dem Textdichter Rainer Thielmann, der mehrere Texte für Udo Jürgens schrieb – sein eigenes musikalisches Kapitel.
So ist sein erstes Album Ganz
nah eine tiefe, nostalgische Verbeugung vor Marlons musikalischen
Vorbildern. Der Künstler changiert darauf gekonnt zwischen Pop, Chanson und
Schlager, zitiert in melodieverträumten Balladen immer wieder André Rieu, James
Last und besagten Udo Jürgens. Er erinnert uns dabei an eine Zeit,
in die man sich heute gerne wieder zurückführen lassen möchte. Als die großen
Musik-Revuen die Nation am Samstagabend noch vor dem Röhrenfernseher
versammelten und Helga Hahnemann, Peter Frankenfeld und Lou van Burg mit ihren
Shows ganze Generationen im Osten wie im Westen prägten.
Genau
in diesem Geist kommen Marlons Lieder mit einer Leichtfüßigkeit und Nonchalance daher, nach
der sich viele Menschen heutzutage sehnen. Das neue retro kann cool sein. Der mutige Künstler bleibt ganz bei sich, folgt seiner Inspiration, und genau das
spürt man beim Hören dieses erfrischend anachronistischen Albums in fast jedem
Takt. Mit großer Leidenschaft, starker Intonation, wundervollen Arrangements
und Melodien sowie in originellen und poetischen Texten. Allein, dass Ganz
nah sein erstes Album sein soll, mag man nicht so recht glauben.
Chapeau!